Weichen für die Zukunft der Landwirtschaft gestellt

Hubert Bittlmayer, Amtschef am Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, besuchte das Lehrgut für Ökolandbau

Landshut. So grün wie das Kleegras, das unter anderem auf den insgesamt 123 bewirtschafteten Hektar Ackerland des Lehrguts für Ökolandbau in Landshut-Schönbrunn angebaut wird, war der Smoothie, mit dem der Amtschef im bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Dienstagabend dort willkommen geheißen wurde. Hubert Bittlmayer kostete gerne das vitaminreiche Getränk mit Apfel, Gurke und Schafgarbe. Und er bestellte die Grüße der aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Er konnte nach dem Termin der Staatsministerin mehrere gute Nachrichten mitbringen: Die Sanierung des Lehrguts für Ökolandbau liegt im Zeit- und Kostenrahmen, im Herbst starten mit 40 Studierenden so viele angehende Öko-Landwirte wie nie zuvor, und die Projekte „Regio 2030“ und „Genussregion Niederbayern“ gehen gut voran.

„Wir wollen die Weichen für die Zukunft stellen“, sagte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich dem Gast aus dem Landwirtschaftsministerium. Das Agrarbildungszentrum erfülle eine wichtige Funktion in Niederbayern, und die Öko-Schule habe eine lange Tradition. „Die Landwirtschaft in Niederbayern hat nach wie vor eine große Bedeutung, und dazu braucht es eine Bildungseinrichtung wie diese – wir sprechen hier über regionale Wirtschaftskreisläufe“, verdeutlichte Heinrich.
Er freute sich daher, dass das Projekt „Regio 2030“ ordentlich Fahrt aufgenommen hat. Darüber berichtete Katrin Landes. 2019 beschloss der Bezirksausschuss nach durchaus kontroverser Debatte, in den Kantinen der Einrichtungen des Bezirks künftig 30 Prozent der Lebensmittel regional und 30 Prozent Bio zu verwenden. Um die Umsetzung kümmert sich eine Arbeitsgruppe. Gestartet wird mit dem Bezirksklinikum Mainkofen, dem Agrarbildungszentrum Landshut und dem Institut für Hören und Sprache. Auch in Sachen „Genussregion Niederbayern“ gibt es erfolge, bilanzierte „Genussmanager“ Lukas Dillinger. Es gelte, die Regionalität auf den Teller zu bringen, die Rezepte der Oma in die heutige Zeit zu transferieren und auch die Kochzunft wieder mehr in den Fokus zu rücken, die die Produzenten kulinarisch in den Fokus rücken.

Bei einem ausführlichen Rundgang erläuterten Thomas Schneidawind und Projektleiter Robert Ragner dem Gast die erfolgreiche Umsetzung der Sanierung des Ökolehrguts, für das der Bezirk rund 4,5 Millionen Euro investiert. In nachhaltiger Weise sind ein Wohnhaus für den Betriebsleiter, eine Maschinenhalle und ein Lagerplatz entstanden, zudem werden auch die Wohnheime auf den neuesten Stand gebracht. Dr. Heinrich betonte die überregionale Strahlkraft der Bildungseinrichtung.
Bittlmayer sagte, bis Ende des Jahrzehnts sei das Ziel, einen Anteil von 30 Prozent Öko-Anteil in der Landwirtschaft zu erreichen. „Das ist eine Herausforderung“, ist er sich sicher. Niederbayern sei „Herzland der Agrartradition in Bayern.“ Er dankte dem Bezirk für seine Bemühungen am Agrarbildungszentrum: „Sie waren uns in vielen Jahren ein verlässlicher Partner.“ Er freute sich über die Investition: „Die Zukunft der Landwirtschaft legt man mit Ausbildung und Schulung.“ 

Bildunterschiften:
(Bild oben, v. l.) Lukas Dillinger, Genussregion Niederbayern, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Hubert Bittlmayer vom Landwirschaftsministerium beim Verkosten des "Niederbayern-Smothie"

(Bild unten, v. l.) Die Bezirksräte Markus Scheuermann und Michael Deller, Thomas Schneidawind, Leiter des Agrarbildungszentrums, Hubert Bittlmayer, Amtschef am Landwirtschaftsministerium, Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, und Robert Ragner vom Baureferat

Fotos: Bezirk Niederbayern, Bäter