Landshuter Hochzeit: Die heiße Phase beginnt

Vorsitzender des Vereins „Die Förderer“ Stefan Feigel gibt Bezirksvertretern Einblick in Vorbereitungen

Landshut. Zwei zusätzliche Jahre lang mussten Landshuter und Gäste aus aller Welt auf ihre beliebte Großveranstaltung warten, nachdem sie coronabedingt 2021 um zwei Jahre auf 2023 verschoben worden war. Seit geraumer Zeit laufen die Vorbereitungen für die „Landshuter Hochzeit 1475“ auf Hochtouren, doch die Finanzierung wird diesmal eine „enge Kiste“ wie der Vorsitzende des Vereins „Die Förderer“ e. V., Stefan Feigel, im Gespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl erklärte.

Von einer zur anderen „Landshuter Hochzeit 1475“, die normalerweise alle vier Jahre stattfindet, seien früher Preissteigerung von 6 bis 8 Prozent üblich gewesen. „Diesmal sind wir bei 20, teilweise bei 30 Prozent Mehrkosten“, so Feigel, der den Tribünenbau, die Medientechnik, Löhne und Gehälter sowie Transportkosten als Beispiele für enorm gestiegene Preise anführte. „Dennoch war es uns als Veranstalter sehr wichtig, preislich insgesamt ein familienfreundliches Fest für alle zu bleiben. Das ist uns gelungen.“

Bei der letzten Durchführung der „Landshuter Hochzeit 1475“ im Jahr 2017 war keine Förderung über die Kulturstiftung möglich, da der Verein Rücklagen bildet, was durch die Richtlinien ausgeschlossen ist. „Doch auch die Europäischen Wochen erhalten eine Sonderförderung, weil sie als Großveranstaltung ebenso Rücklagen benötigen“, so der Bezirkstagspräsident, der sich wie Martina Hammerl, Fraktionsvorsitzende der CSU im Bezirkstag für eine Gleichbehandlung der „Landshuter Hochzeit 1475“ aussprach. Bei dieser werden von 30. Juni bis 23. Juli 2023 rund 100 Einzelveranstaltungen geboten, zu denen etwa eine halbe Million Besucher erwartet werden. „Die Veranstaltung ist nicht nur herausragend für Niederbayern, sondern hat internationale Strahlkraft“, wie Olaf Heinrich betonte.

Dass die „Landshuter Hochzeit 1475“ viel mehr sei, als die vier Wochen im Sommer, hob Stefan Feigel hervor, der seit 2018 den veranstaltenden Verein „Die Förderer“ e. V. leitet und damit zum ersten Mal in dieser Funktion die Planungen verantwortet. „Die Vorbereitungen laufen über ein Jahr vorher an und sind sehr fordernd für alle Beteiligten. Zum Glück haben wir eine tolle Mannschaft, bei der sich jeder mit seinen Kompetenzen einbringt“, so Feigel. Für den Bereich Sicherheit wurde sogar ein neuer Ausschuss gegründet, „weil das Thema immer umfassender wird“. Einen „Plan B“ mit Blick auf die Corona-Pandemie gebe es nicht. „Wir können nicht nur jeden zweiten Platz besetzen, das wäre auch mit noch so großem ehrenamtlichen Engagement wirtschaftlich nicht darstellbar.“

Gerade in Krisenzeiten seien Veranstaltungen vor Ort und Perspektiven mit so einzigartigen Angeboten Lichtblicke für die Menschen, meinte Olaf Heinrich, da man dem vielen Negativen auch etwas Positives entgegensetzen müsse.

„Sie schaffen es, eine ganze Stadt zu inspirieren und hunderte Menschen dazu zu bringen, begeistert mitzumachen“, lobte der Bezirkstagspräsident, der die „Landshuter Hochzeit 1475“ als „Aushängeschild für Niederbayern“ bezeichnete.
Am Ende lud Stefan Feigel die Bezirksvertreter zur Eröffnung des neuen Festspiels am 29. Juni ein und verriet, dass diesmal der Blick des Bürgertums auf die Landshuter Hochzeit von 1475 im Mittelpunkt stehen werde.


Im Bild:

Vorfreude auf die Landshuter Hochzeit: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (v. l.), der Vorsitzende des Vereins „Die Förderer e. V.“, Stefan Feigel, und Bezirksrätin Martina Hammerl.

Foto: Lang / Bezirk Niederbayern