Starke Partnerschaft für die Versorgung junger Menschen

Trägerwechsel bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Passau

Passau/Landshut. Der Bezirk Niederbayern und die Ordenskliniken München-Passau gGmbH wollen die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung im Raum Passau gemeinsam weiterentwickeln und langfristig stärken. Der Bezirkstag von Niederbayern hat dafür die Weichen gestellt und dem ausgehandelten Übernahmevertrag für die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Standort Passau am 6. Oktober 2026 einstimmig zugestimmt.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Krankenhausplanungsausschusses und der Genehmigung der Rechtsaufsicht übernehmen die Ordenskliniken bereits zum 1. Januar 2027 die bisher vom Bezirk Niederbayern betriebenen Bereiche der Tagesklinik, der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) sowie der Schule für Kranke. Darüber hinaus soll mittelfristig eine stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung am Standort Passau geschaffen werden. Die Planungen hierfür sollen bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Perspektivisch kann am Standort Passau damit ein umfassendes kinder- und jugendpsychiatrisches Versorgungsangebot entstehen, das ambulante, teilstationäre und stationäre Leistungen eng miteinander verzahnt. Auch moderne Versorgungsformen wie eine stationsäquivalente Behandlung sollen hierbei berücksichtigt werden.

Ziel der Vereinbarung ist die nachhaltige Sicherstellung und der weitere Ausbau der Versorgung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in der Stadt Passau, den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau sowie in definierten Teilen des Landkreises Rottal-Inn. Die Integration der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Strukturen der Kinderklinik Dritter Orden Passau soll dabei neue fachliche Synergien ermöglichen und die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen zum Vorteil der jungen Patientinnen und Patienten fördern.

Die Kinderklinik Dritter Orden Passau ist bereits heute ein etabliertes Zentrum für Kindergesundheit mit einer Vielzahl spezialisierter Fachbereiche und versorgt Kinder und Jugendliche aus der gesamten Region. Der Bezirk Niederbayern wird die künftige Versorgung weiterhin aktiv begleiten. Darüber hinaus werden die bestehenden Beschäftigten von den Ordenskliniken übernommen. Damit werden sowohl Versorgungssicherheit als auch Planungssicherheit für Mitarbeitende und deren Familien gewährleistet.

Deutliches Signal für die Zukunft der Kinder- und Jugendgesundheit in Niederbayern

„Mit dieser Entscheidung schaffen wir eine langfristig tragfähige Perspektive für die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung im Raum Passau. Die Verbindung von Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Kinder- und Jugendmedizin unter einem Dach eröffnet neue Möglichkeiten für eine ganzheitliche Behandlung. Unser gemeinsames Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien auch künftig eine hochwertige, wohnortnahe und bedarfsgerechte Versorgung anzubieten“, freut sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich über das bisherige Verhandlungsergebnis.

Auch Christian Kuhl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ordenskliniken München-Passau gGmbH, zeigt sich von diesem Schritt überzeugt: „Die Übernahme der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung in Passau ist für uns ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung eines umfassenden Angebots für junge Menschen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den bestehenden medizinischen, therapeutischen und psychosozialen Einrichtungen unserer Kinderklinik können wir wertvolle Synergien nutzen und die Versorgungsketten noch besser auf die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien abstimmen.“ 

Mit dem Vertragsabschluss setzen Bezirk Niederbayern und Ordenskliniken ein deutliches Signal für die Zukunft der Kinder- und Jugendgesundheit in Niederbayern und schaffen die Grundlage für eine noch engere Zusammenarbeit zugunsten der jungen Menschen in der Region.

Bildunterschrift: Der Bezirkstag von Niederbayern hat dem Vertrag zum Trägerwechsel der KJP Passau einstimmig zugestimmt.

Foto: Bezirk Niederbayern/Katrin Landes