Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Ab Juli 2027 sollen einzelne Gebäude und Räume des Bezirksklinikums Mainkofen durch den Medizincampus Niederbayern (MCN) genutzt werden. Dafür müssen einige bauliche Maßnahmen vorgenommen werden. Deren Realisierung wurde nun vom Bezirksausschuss genehmigt.
Landshut. Seit 2016 wird die Idee von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich konsequent verfolgt: Medizin studieren in der Region und so die ärztliche Versorgung in Niederbayern mittelfristig sichern. Über die Jahre nahm das Konzept immer konkretere Formen an, zum Wintersemester 2024/2025 wurden die ersten Studierenden begrüßt. Ab 2027/2028 werden sie dann die zweite Hälfte ihres Studiums an Klinikstandorten in Niederbayern verbringen – unter anderem am Bezirksklinikum Mainkofen (BKM).
Um das BKM auch baulich für den MCN zu ertüchtigen, sind bis Juli 2027 verschiedene Maßnahmen nötig. Diese hat der Bezirksausschuss in seiner Sitzung vom 15. April genehmigt. Der Fokus liegt insbesondere auf Barrierefreiheit sowie der Schaffung von Seminarräumen und Infrastruktur. Investiert werden hierfür insgesamt 3.186.000 Euro. Refinanziert werden diese Kosten über die Einnahmen aus dem abgeschlossenen Mietvertrag.
Die genehmigten Maßnahmen im Überblick:
Im Gebäude A1 sollen die kleine und große Bauernstube modernisiert und zu zwei Seminarräumen ausgebaut werden. Das Gebäude selbst wird barrierefrei zugänglich sein und eine behindertengerechte Toilette enthalten. Auch im Gebäude C1 werden zwei Seminarräume modernisiert. Daneben wird ein neuer Aufzug installiert und ein behindertengerechtes WC hergestellt. Das Gebäude B3 soll ebenfalls modernisiert und künftig ausschließlich vom MCN als Verwaltungsgebäude genutzt werden.
Daneben wird die Infrastruktur ausgebaut: So ist nach Vorgaben der Planer-Richtlinie der Universität Regensburg eine redundante LWL-Anbindung aller Bereiche an die beiden Serverräume des Klinikums gefordert. Zusätzlich werden für Telefonie-Anwendungen und Steuerungszwecke hochpaarige Schwachstromkabel nach Vorgabe der technischen Abteilung des Klinikums mitverlegt – überwiegend in vorhandenen Trassensystemen in den Heizgängen.
Zwei bauliche Vorhaben hat der Bezirksausschuss bereits in vergangenen Sitzungen genehmigt: Das ehemalige Schwimmbad im Gebäude C1 wird zu einem Arbeits- und Lesesaal umgebaut. Der Jugendstil-Festsaal wird im Inneren – als Teilmaßnahme des Grundsatzbeschlusses zur Sanierung des Festsaals vom 18. Juni 2024 – ebenfalls saniert.
Umfassende Medizinerausbildung in Niederbayern
„Uns war von Anfang an klar: Es werden viele Schritte zu tun sein, um den Medizincampus umzusetzen“, erinnert Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Vor zehn Jahren haben wir die Weichen gestellt und unser Ziel seitdem konsequent verfolgt. Die Baumaßnahmen in Mainkofen sind nun eine weitere erforderliche Maßnahme, um den Studierenden eine umfassende Medizinerausbildung in Niederbayern in angemessenem Rahmen zu ermöglichen. Ich bin froh, dass der Bezirksausschuss die nötigen Mittel dafür zur Verfügung gestellt hat.“
Foto: Ab 2027/2028 werden die Studierenden die zweite Hälfte ihres Studiums an Klinikstandorten in Niederbayern verbringen – unter anderem am Bezirksklinikum Mainkofen.
Bildquelle: Bezirksklinikum Mainkofen

