Fischereilicher Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle als Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr anerkannt

Bewerbungen für das Jahr 2020/21 ab sofort möglich
 
Lindbergmühle. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bietet das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) jungen Leuten zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit, Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz, der ökologischen Landwirtschaft oder der ökologischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu sammeln. Ab September 2020 ist dies auch im Fischereilichen Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle möglich. Dieser wurde jetzt offiziell als Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr anerkannt.
 
Die Fachberatung für Fischerei des Bezirks Niederbayern ist zuständig für Fragen rund um das Thema Fische und Fischerei. Zur Erfüllung der Aufgaben wird der Fischereiliche Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle bei Zwiesel unterhalten. Dort können sich an der Fischerei Interessierte beraten, aus- und fortbilden lassen. Darüber hinaus widmet sich der Betrieb der Haltung und Vermehrung von im Bestand bedrohten Fischarten.
 
Die Teilnehmer am FÖJ verbringen ihre Arbeitszeit überwiegend am Dienstort Lindbergmühle. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Vermehrung von bestandgefährdeten Arten für Zwecke des Fischartenschutzes in Fließgewässern. Zu den Aufgaben zählen vor allem das Füttern von Fischen, Abfischungen von Teichen, das Sortieren von Fischen sowie die Pflege der Haltungseinheiten und des Geländes. Zudem ist die Mitarbeit bei anwendungsorientierten Versuchen und Experimenten vorgesehen. Die Teilnehmer helfen bei Fischbestandserhebungen mit, die von der Fachberatung für Fischerei an verschiedenen Fließgewässern in Niederbayern durchgeführt werden.
Je nach Interesse und Qualifikation der Bewerber ist auch eine Übernahme von Aufgaben im Zusammenhang mit dem Bildungsauftrag des Betriebes, wie beispielsweise Betriebsführungen für Besuchergruppen oder Assistenz bei der Betreuung von Bestimmungskursen, möglich.
 
Das FÖJ beginnt jeweils im September und endet im August des folgenden Jahres. Ziel ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, Persönlichkeit und Umweltbewusstsein zu entwickeln sowie für Natur und Umwelt praktisch zu handeln.
Neben der fachlichen Anleitung und persönlichen Betreuung in der Einsatzstelle werden die jungen Leute von einem der drei vom bayerischen Umweltministerium anerkannten Bildungsträger  pädagogisch begleitet. Für die FÖJ-Einsatzstelle in Lindbergmühle und deren zukünftige Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr ist das FÖJ-Referat  der Evangelischen Jugend in Bayern (EJB) zuständig.
 
Für ihr Engagement erhalten die freiwilligen Helferinnen und Helfer ein Taschengeld in Höhe von monatlich 180 Euro sowie eine Unterkunfts- und Verpflegungspauschale. Weiterhin wird Sozialversicherungsschutz (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung) gewährt sowie Arbeitskleidung und Werkzeug gestellt.
 
Ferner besteht während des FÖJ Anspruch auf Weiterführung des Kindergeldes, Waisenrente etc. Es gibt außerdem die Möglichkeit, sich den FÖJ-Einsatz – je nach Einsatzschwerpunkt – als Vorpraktikum, etwa für ein forstwissenschaftliches oder landespflegerisches, eventuell auch ein sozial- oder umweltpädagogisches Studium, anerkennen zu lassen.
 
Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen unter www.foej-bayern.de oder beim FÖJ-Referat der Evangelischen Jugend in Bayern, Stadtparkstraße 8, 91788 Pappenheim, Telefon 09143 604-60, E-Mail: info@foej.ejb.de.
 
Interessenten/-innen (m/w/d) an einem Freiwilligen Ökologischen Jahr im Fischereilichen Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle können sich bei Fragen zur Einsatzstelle auch direkt an den Fischereilichen Lehr- und Beispielsbetrieb (Florian Baierl Tel. 09922 4190) wenden.
 
Im Bild: Die Außenanlage des Fischereilichen Lehr- und Beispielsbetriebs Lindbergmühle
Foto: Fotostudio A, Daniela Blöchinger