Mit Tradition im Rücken neue Wege beschreiten

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich beeindruckt von Bodenmaiser Unternehmerfamilie Weikl

Bodenmais. In Bodenmais tut sich so einiges. Davon konnte sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich selbst ein Bild machen, als er kürzlich Bürgermeister Joli Haller besuchte und im Anschluss auch noch eine außergewöhnliche Unternehmerfamilie kennenlernen durfte.
„Wir haben unseren Haushalt im Griff“, sagte Haller nicht ohne Stolz. Denn trotz vieler Investitionen konnte die Verschuldung in den letzten zehn Jahren von 18 auf 7 Millionen gesenkt werden. Heuer steht etwa die Freibadsanierung an. „Da wir eine sehr bunte Truppe an Gastgebern haben, müssen wir für alle Strukturen schaffen“, machte der Bürgermeister deutlich und das Bad sei eben für kleinere Vermieter ohne eigene Wellnesslandschaft sehr wichtig.

Zur Freude der Marktgemeinde wird demnächst die Bandbreite an Tourismusbetrieben aber noch erweitert. Noch dieses Jahr soll ein High-End-Campingplatz mit über 150 Stellplätzen entstehen, der dann 2019 seinen Betrieb aufnimmt. Das Projekt ist tatsächlich gigantisch - 40.000 Quadratmeter Fläche in terrassierter Hanglage, Miet-Saunen und -Bäder sowie Appartements und exklusive Holzzelte mitten im Wald. „Bis zur Hundedusche gibt es da alles“, so Haller, der sich freut, damit touristisch eine weitere Zielgruppe ansprechen zu können.
Reichlich gespannt war dann der Bezirkstagspräsident, welcher Investor sich ein solches Projekt, das im weiten Umkreis einmalig sein wird, vornimmt. Die Familie Weikl erwartete in ihrem Firmensitz am Moosweg bereits die beiden Gäste, die sich angesichts des kürzlich bezogenen Neubaus erst auf die Suche nach dem richtigen Büro machen mussten. Und schon war man mittendrin in der Firmengeschichte, die Franz Weikl sen. kurz umriss. Vor 42 Jahren hatte er in der Garage seines Elternhauses am Silberberg mit einer Elektrofirma begonnen, mittlerweile ist ein Unternehmen mit drei Standbeinen - Elektrotechnik, Gebäude- und Maschinenautomatisierung sowie Bauunternehmen - geworden, das insgesamt 198 Mitarbeiter beschäftigt.  
Mit dieser beeindruckenden Tradition im Rücken will man nun in Sachen Tourismus neue Wege beschreiten. „Wie kommen Sie denn dazu, nun einen Campingplatz zu bauen?“, wollte Heinrich wissen. Die Antwort kam von Franz Weikl Junior: „Mein Vater ist ein richtiger Bodenmaiser und hat immer schon gesagt, dass er nochmal etwas Besonderes für die Region schaffen möchte.“ Und seine Mutter Klara Weikl ergänzt: „Bauen ist das Hobby von meinem Mann.“ In einer kurzen Präsentation wurde das Projekt von Christan Weikl vorgestellt.
Doch bei all den positiven Entwicklungen sparte die Runde auch die Problemthemen nicht aus, etwa die Suche nach Auszubildenden im Konkurrenzkampf mit den Industriebetrieben. Mit der firmeneigenen Weikl-Akademie versucht man, die jungen Männer und Frauen nicht nur fachlich bestens zu betreuen, sondern sie auch menschlich zu unterstützen. „Es wird immer wichtiger den jungen Leuten sozialen Halt und Sicherheit zu geben“, fügt Franz Weikl hinzu. Deshalb kümmern sich in der Weikl-Akademie junge Mitarbeiter um die Nachwuchskräfte. „Aber wir fragen uns schon manchmal, wo das noch hinführt…“ Immerhin zeigt die Akademie Wirkung: Durch die emotionale Bindung an den Betrieb, durch das motivierende Gefühl, hier gerne zu arbeiten, bleiben viele Azubis dem Unternehmen auch nach der Ausbildung treu.
Darüber hinaus wird die Belegschaft aber auch internationaler. „Wir haben einen Inder mit einem Master in Elektrotechnik als Programmierer angestellt und seit acht Jahren einen Senegalesen als Hausmeister“, so Franz Weikl. Letzteren lobt er als fleißigen Mitarbeiter, der anfangs nichts verstand, sich aber so sagenhaft entwickelt und integriert hat, „dass wir ihn nicht mehr hergeben“. Angesichts der bürokratischen Probleme, die die Anstellung eines Flüchtlings mit sich brachte, würde er das in der Form aber „kein zweites Mal“ tun.
„Ich bin sehr beeindruckt von Ihrem Unternehmen und vor allem auch vom Zusammenhalt in Ihrer Familie. Leute wie Sie machen den Unterschied aus und sind in einer zunehmend globalisierten Welt unser Trumpf in der Region“, so der Bezirkstagspräsident, der darum bat, in seiner Funktion als Vorsitzender des Niederbayernmarketings nochmals mit einer Gruppe junger Unternehmer, die sich im Niederbayernforum zusammengeschlossen haben, wiederkommen zu dürfen. Denn es seien solche Positivbeispiele, die andere motivieren. Familie Weikl freute sich darüber natürlich und lud ihren Gast zugleich zur Eröffnung des Firmenneubaus Ende April ein.

Im Bild: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (r.) und der Bodenmaiser Bürgermeister Joli Haller (l.) besichtigten mit Christian, Franz, Klara und Franz Weikl Junior (v.l.) die neue Produktionshalle.

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