Mehr Heimplätze für behinderte Menschen

Sozialhilfeausschuss des Bezirks Niederbayern bringt mehrere Neubauten auf den Weg

Landshut. Der Sozialhilfeausschuss des Bezirks Niederbayern brachte in seiner Sitzung am Dienstag im Agrarbildungszentrum in Landshut mit einstimmigen Beschlüssen eine ganze Reihe neuer Einrichtungen für behinderte Menschen auf den Weg.

So wurde die Neuschaffung einer Wohngruppe mit vier Plätzen für Werkstattgänger in Haselbach, das die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg betreibt, befürwortet. Ebenso grünes Licht gab das Gremium für das zweite Vorhaben der Jugendfürsorge, den Neubau eines Wohnheims mit 24 Plätzen für Werkstattgänger in Riedenburg. In beiden Fällen hatte der Bezirk den Bedarf bereits anerkannt, mit der nun erfolgten Genehmigung des Raumprogramms sowie des Kosten- und Finanzierungsplans, ist ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung gemacht.

Dies gilt auch für den Neubau eines Wohnheimes für geistig behinderte Menschen mit 24 Plätzen sowie zehn Plätzen für tagesstrukturierende Maßnahmen durch die Lebenshilfe Passau in Hauzenberg. In Arnstorf wollen die Barmherzigen Brüder ein Wohnheim für autistische Menschen mit 24 Plätzen sowie einer Förderstätte mit 36 Plätzen bauen, auch hier genehmigte der Sozialhilfeausschuss das Raumprogramm. Genauso wie beim geplanten neuen Wohnheim für Mitarbeiter der Landshuter Werkstätten mit geistiger Behinderung mit 15 Plätzen, das die Lebenshilfe Landshut in Rottenburg errichten will. Zuletzt erfolgte die Bedarfsanerkennung einer neuen Wohneinrichtung für behinderte Menschen mit 24 Plätzen sowie sieben Förderstättenplätzen in Viechtach, betrieben von der Lebenshilfe Regen.

Deren Geschäftsführer Jochen Fischer hatte gleich doppelt Grund zur Freude. Denn er bekam auch die Zusage, dass das Modellprojekt „INKA“ vom Bezirk weiterhin gefördert wird. Dank einer Finanzierungshilfe durch die „Aktion Mensch“ konnte die Lebenshilfe innerhalb von drei Jahren ein Netzwerk aufbauen, das Kindern und Jugendlichen mit geistiger und körperlicher Behinderung die Teilnahme an verschiedenen Freizeitangeboten ermöglicht. Diese erfolgreiche Inklusion, etwa in vielen Vereinen vor Ort, wollte der Bezirk auch nach Auslaufen des Modellprojektes unterstützen. Allerdings gibt es statt der bisherigen 20.000 Euro Zuschuss nur mehr 15.000 Euro jährlich dafür, auch weil der Landkreis Regen bereits signalisiert hat, selbst auch die Förderwürdigkeit des Projektes prüfen zu wollen.

Gute Nachrichten gab es auch für die Suchtberatung des Landshuter Netzwerks. Bisher fördert der Bezirk dort eine sozialpädagogische Fachkraft mit 25 Wochenstunden, was einer 0,65-Vollzeitstelle entspricht. Diese wird nun auf eine Vollzeitstelle erhöht und außerdem eine Viertelstelle für den Verwaltungsaufwand genehmigt. Allerdings muss dazu noch eine positive Empfehlung durch den Regionalen Steuerungsverbund Landshut erfolgen.

Eher Formsache war hingegen die Absegnung der überarbeiteten Richtlinie für das Betreute Wohnen von Menschen mit Behinderung in Gastfamilien. Einzige inhaltliche Änderung ist dabei die Erhöhung der Vergütung für die Gastfamilien von 420 auf 510 Euro monatlich ab dem kommenden Jahr.  

11.10.2017

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