Bad Birnbach stellt sich für die Zukunft auf

Thermalbad verzeichnet steigende Gästezahlen – Der Trend geht hin zur Prävention

Foto: Rattal Terme Bad Birnbach

Bad Birnbach. Dieser Tage ist das Medieninteresse an Bad Birnbach groß – dank des neuen autonomen Busbetriebs, der die Gäste kostenlos vom Ortskern zur Therme und wieder zurückbringt. Aber auch sonst sind in dem niederbayerischen Thermalbad, das sich steigender Gästezahlen erfreut, alle Zeichen auf Zukunftsentwicklung gestellt, wie aus der jüngsten Versammlung des Zweckverbandes hervorging.

Dass dies nötig ist, machte Werkleiterin Josefine Kohlmeier deutlich: Wurden früher noch jährlich 900.000 ambulante Vorsorgeleistungen von den Krankenkassen verordnet, reduzierte sich die Zahl auf aktuell 37.000 deutschlandweit. Davon entfallen 16.000 auf Bayern, wo es 47 Heil- und Kurorte gibt. „Der Markt ist komplett am Boden“, so Kohlmeier. Das Gesundheitssystem wird deshalb vom Heilbäderverband heftig kritisiert. In Bad Birnbach versucht man indes, neue Wege zu gehen.

Diese bestehen vor allem aus neuen Präventivangeboten. Mit der LMU wurde die sogenannte AGES-Studie (Aktiv gegen Erschöpfung und Stress) durchgeführt, die die Wirksamkeit bestimmter therapeutischer Präventivprogramme untersuchte. Nun folgt die nächste Stufe, in der es speziell um betriebliche Vorsorge für Mitarbeiter gehen soll. Das Thermalbad will sich auf seine Stärken konzentrieren: Stressabbau und chronische Schmerzen. Sowohl vom Gesundheitsministerium als auch den Krankenkassen oder einzelnen Betrieben, die an der Studie teilnehmen wollen, sind die Rückmeldungen positiv. Angesichts steigender Belastungen von Arbeitnehmern und der Notwendigkeit für Betriebe, ausgebildete Fachkräfte möglichst lange zu halten, werden solche Angebote dringend benötigt.

Bad Birnbach genießt ohnehin den Ruf eines Trendsetters. Hier wurden Wellnessangebote eingeführt, als der Begriff selbst noch kaum bekannt war. All die bekannten Einrichtungen bleiben natürlich, sind aber nach den enormen Investitionen des Zweckverbandes in den vergangenen Jahren auf modernstem Stand. Hinzukommen sollen weitere, auf bestimmte Zielgruppen passgenau zugeschnittene Angebote.

Eine dieser Zielgruppen sind neue Gäste aus Tschechien. 2017 konnte Bad Birnbach dank Werbekampagnen im Jahresvergleich 85 Prozent mehr Gäste aus dem östlichen Nachbarland verzeichnen, das nach Österreich langfristig Platz 2 im Ranking der ausländischen Besucher einnehmen soll. Bisher belegt die Schweiz diesen Platz, doch die lange Anreise durch das Allgäu, in dem es ebenfalls mehrere Heil- und Thermalbäder gibt, erschweren es, diese Gästezahlen zu steigern.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich lobte die Bad Birnbacher Strategie auch mit Blick auf die Donau-Moldau-Region. Die „Initiative in Richtung Tschechien und die Chancen, die sich daraus ergeben, werden bisher noch nicht von allen Thermalbädern erkannt“, so Heinrich.

Vorreiter ist man in Bad Birnbach im ostbayerischen Vergleich auch in Sachen Online-Buchung. 2017 wurde erstmals mehr als eine Million Euro über das eigene, teilweise provisionsfreie Buchungsportal erzielt, was einem Zuwachs von 210 Prozent entspricht. Während andere Internetplattformen bis zu 20 Prozent Provision einbehalten, bleibt das Geld auf diese Weise erfreulicherweise bei den örtlichen Betrieben. Ebenso ein Erfolg ist die eigene App, die gemeinsam mit dem Landratsamt Rottal-Inn mit vielen Ausflugszielen und Touren versehen ist. Dies wird künftig zusammen mit der neuen Homepage in neuem Design erscheinen – und Tschechisch wird neben Englisch die zweite Fremdsprache im Internetauftritt des Thermalbades sein.

Alles in allem, da war man sich auch in der Versammlung des Zweckverbandes einig, ist man in Bad Birnbach auf einem sehr guten Weg. Allein die Technik der Gebäudeautomation gilt es künftig noch für die Zukunft zu rüsten, was in den nächsten Jahren nach vorläufiger Schätzung knapp zwei Millionen kosten wird.

 

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